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Orchester-Nachrichten

 

Kent Nagano wird Ehrendirigent des Orchestre symphonic de Montréal

(mid) Montreal, 26/2/21. Der amerikanische Musiker Kent Nagano ist zum Ehrendirigent des Orchestre symphonic de Montréal (OSM) ernannt worden. Mit der Auszeichnung soll sein langjähriges Engagement bei dem Klangkörper gewürdigt werden: Nachdem er 2006 die Leitung übernahm, endete sein Vertrag im vergangenen Jahr. Der Ehrentitel unterstreiche seine anhaltende Verbindung zu dem Orchester und der Provinz Québec. Nagano hinterlasse ein besonderes Erbe in der kanadischen Stadt, so der Vorstand des Orchesters. Unter anderem war er am Erwerb der Grand Orgue Pierre-Béique, einigen CD-Aufnahmen und der Gründung des Festivals Classical Spree sowie dem Bildungsprogramm "La Musique aux Enfants" beteiligt. Auch der internationale Ruf des OSM wurde in den Jahren unter Naganos Führung gefestigt. Nagano ist die dritte Person, die von dem Orchester die Auszeichnung "Conductor Emeritus" erhält. Zuvor ehrte der Vorstand damit lediglich Zubin Mehta und Wilfrid Pelletier.

Kent Nagano wurde 1951 in Kalifornien geboren und wuchs in Morro Bay, Kalifornien, auf. In den Jahren 1970 bis 1974 studierte er zunächst an der Universität von Santa Cruz Soziologie und Musik, setzte sein Studium bis 1978 in San Francisco fort. Nach Abschluss seines Studiums ging er als Korrepetitor an die Oper in Boston. Seiji Ozawa assistierte er 1984 bei der Vorbereitung zur Premiere der einzigen Oper "Saint François d'Assise" des Komponisten Olivier Messiaen und wurde daraufhin international bekannt. Im Jahr 2000 übernahm Nagano die künstlerische Leitung des Deutschen Symphonie-Orchesters in Berlin und war zeitgleich Gastdirigent in Los Angeles. 2006 wechselte Nagano dann als Generalmusikdirektor an die Bayerische Staatsoper. Nagano war seit 2006 Music Director des Orchestre symphonique de Montréal, ab 2021 ersetzt ihn dort Rafael Payare (klassik.com berichtete). Seit 2015 ist er darüber hinaus auch Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper und Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Zu seinen Auszeichnungen zählen u.a. der Wilhelm-Furtwängler-Preis 2010, die Bayerische Europamedaille 2011 und der Bayerische Verdienstorden 2013.

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Rafael Payare übernimmt Chefdirigentenposten in Montreal

(mid) Montreal, 8/1/21. Der venezolanische Dirigent Rafael Payare soll neuer Musikdirektor des Orchestre symphonic de Montréal (OSM) werden. Damit ersetzt der Musiker ab der Saison 2022/23 den US-Amerikaner Kent Nagano, der die Position seit 2006 innehatte. Der Vertrag läuft vorerst fünf Jahre, Payare ist der erste Südamerikaner, der die Stelle übernimmt. Das 11-köpfige Auswahlkomitee habe seine Einstellung einstimmig befürwortet, berichtete das Orchester. Payare, der erstmals 2018 mit dem kanadischen Ensemble auftrat, wird bereits vor seinem Amtsantritt Konzerte des Klangkörpers leiten.

Rafael Payare wurde am 23. Februar 1980 in Puerto la Cruz in Venezuela geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er Horn zu lernen, später schloss er ein Studium an der Universidad Nacional Experimental de Las Artes an. Nach seiner Teilnahme am Musikprogramm El Sistema wurde er Erster Hornist des Simón Bolivar Symphony Orchestra. 2004 nahm Payare ersten Unterricht im Dirigieren bei José Antonio Abreu. Nach dem Gewinn des ersten Preises beim dänischen Malko Wettbewerb wurde er Assistent von Claudio Abbado und später von Daniel Barenboim. 2014 wurde er zum Musikdirektor des Ulster Orchestra in Belfast ernannt, den Posten behielt er bis 2019. Ferner arbeitete Payare mit Lorin Maazel beim Castleton Festival in den USA, welches er nach Maazels Tod ab 2015 selbst leitete. 2019 wurde er Musikdirektor des San Diego Symphony Orchestra.

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Bremer Philharmoniker beenden Saison vorzeitig

(mid) Bremen, 11/5/20. Die Bremer Philharmoniker haben alle verbleibenden Konzerte der aktuellen Spielzeit 2019/20 abgesagt. Betroffen sind sowohl drei philharmonische Auftritte als auch die beiden letzten Afterwork-Konzerte, außerdem können das Finalkonzert des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen, die Saisonpräsentation und der Symphonic Mob nicht stattfinden. Grund für das vorzeitige Ende der Spielzeit sind die behördlichen Maßnahmen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. Um dem Publikum trotz der Absagen ein Programm bieten zu können, entwickelt das Orchester derzeit Alternativangebote. Digital sind bereits private Videos der Mitglieder sowie Filmmaterial aus der Musikwerkstatt abrufbar. Für die kommenden Wochen sind unter anderem Gespräche und sogenannte "Pop-Up-Konzerte" geplant.

Im Jahr 2002 wurden das Philharmonische Staatsorchester Bremen in die Rechtsform einer GmbH übergeleitet und umbenannt zu den Bremer Philharmonikern. Die Musiker selbst sind über einen Verein Mitgesellschafter und haben damit neben ihrem künstlerischen Engagement auch ein hohes Interesse am wirtschaftlichen Erfolg des Klangkörpers. Das Orchester bespielt das Musiktheater im Theater Bremen und veranstaltet pro Spielzeit etwa 30  Philharmonische Konzerte, diverse Sonder-, Benefiz- und Kammerkonzerte sowie Projekte im Bereich Musikvermittlung. Intendant der Bremer Philharmoniker ist Christian Kötter-Lixfeld, Generalmusikdirektor ist seit der Spielzeit 2018/2019 Marko Letonja.

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Münchener Kammerorchester wird Ehrenmitglied der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft

(mid) München, 11/2/19. Die Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft hat das Münchner Kammerorchester (MKO) zum Ehrenmitglied ernannt. Andreas Hérm Baumgartner, Geschäftsführer der Gesellschaft, begründete, das Orchester beschäftige sich seit langer Zeit "in besonders intensiver Weise" mit dem Werk des Komponisten Hartmanns "und dessen musikalischer wie geistiger Botschaft einer grenzenlosen und von allen politischen System unabhängigen Humanität". Andere Ehrenmitglieder der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft sind Kirill Petrenko, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher und Pierre Boulez.  Im Rahmen einer feierlichen Stunde wird der Geschäftsführer, Direktor und Künstlerische Leiter Andreas Hérm Baumgartner dem Orchester die Urkunde sowie eine faksimilierte Autografenseite aus Hartmanns letztem Werk Gesangsszene überreichen.

Das Münchner Kammerorchester wurde 1950 von Christoph Stepp gegründet. Von 1956 an wurde das Münchener Kammerorchester über fast vier Jahrzehnte von Hans Stadlmair geprägt. Der Ära unter Christoph Poppen (1995–2006) folgten zehn Jahre mit Alexander Liebreich als Künstlerischem Leiter des MKO. Das Orchester wird von der Stadt München und dem Land Bayern mit öffentlichen Zuschüssen gefördert. Es gibt international Konzerte, rund 60 im Jahr. 2012 entstand ein gemeinschaftliches Musikprojekt mit einer Hochschule in Nordkorea, initiiert vom Goethe-Institut. 2018 war das Orchester als orchestra in residence beim Cartagena Musikfestival in Kolumbien. Mehr als 80 Werke hat das Kammerorchester in den letzten beiden Jahrzehnten uraufgeführt. Komponisten wie Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm, Tan Dun, Chaya Czernowin, Georg Friedrich Haas, Pascal Dusapin, Salvatore Sciarrino und Jörg Widmann haben für das MKO geschrieben. Es wurden Aufträge u.a. an Beat Furrer, Erkki-Sven Tüür, Thomas Larcher, Milica Djordjević, Clara Iannotta, Samir Odeh-Tamimi, Mark Andre, Peter Ruzicka, Márton Illés, Miroslav Srnka und Tigran Mansurian vergeben. Zurzeit ist Clemens Schuldt Chefdirigent der 26 festangestellten Musiker. Das Stammhaus des Münchner Kammerorchester ist das Prinzregententheater.

Die Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verbreitung und das Verständnis der Werke ihres namensgebenden Komponisten zu fördern. Sie unterstützt dafür Projekte zur weiteren wissenschaftlichen Erschließung und dokumentiert das künstlerische, soziale und gesellschaftspolitische Erbe Hartmanns. Ferner werden junge Komponisten unterstützt. Zu den Mitgliedern der Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft zählen neben Musikinteressierten und Wissenschaftlern vor allem auch Persönlichkeiten aus dem nationalen wie internationalen Kulturleben, darunter u. a. Helmut Lachenmann, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann, Udo Zimmermann, Friedrich Cerha, Adriana Hölszky, Wilfried Hiller, Marek Janowski, James Conlon, Thomas Zehetmair, Ingolf Turban und Christoph Poppen.

Hartmann wurde am 2. August 1905 in München geboren. Er brach zugunsten der Musik eine Lehrerausbildung ab und studierte zwischen 1924 und 19929 an der Staatlichen Akademie der Tonkunst in München Posaune und Komposition. Ab 1928 stellte er erste eigene Werke vor, die im Rahmen der Opernstudios der Bayerischen Staatsoper auch einem Publikum vorgeführt wurden. Unter seinen ersten Werken befanden sich auch Experimente mit Jazz und vom Dadaismus beeinflusste Kompositionen. Während des 2. Weltkriegs wurden die Werke des Kritikers nicht in Deutschland aufgeführt. 1945 wurde er Dramaturg an der Bayerischen Staatsoper, wodurch er die Werke der vergangenen Jahre neu veröffentlichen konnte. Er gründete die Konzertreihe Musica Viva für die Aufführung zeitgenössischer Musik. Hartmann starb am 5. Dezember 1963 in München.

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Höhere Subventionen für Filmorchester Babelsberg

(mid) Potsdam, 8/8/18. Die Musiker des vom Aus bedrohten Filmorchesters Babelsberg haben Grund zur Hoffnung: Laut Intendant Klaus-Peter Beyer habe das Land Brandenburg bei einem Gespräch mit Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil und dem Potsdamer Baudezernenten Bernd Rubelt zugesagt, den Fortbestand des Klangkörpers auch mit einer Erhöhung der Fördermittel sichern zu wollen.

Beyer hatte in der letzten Woche Alarm geschlagen (klassik.com berichtete), da eine Baustelle das Tonstudio des Filmorchesters Babelsberg lahm zu legen drohte. Tonaufnahmen wären Beyer zufolge mit der nahe gelegenen Baustelle unmöglich. Grund dafür ist die Empfindlichkeit der Aufnahmegeräte im Studio, welches 2007 mit moderner Technik erweitert wurde. Da die im August beginnende Baustelle eines fünfstöckigen Bürokomplexes mit Tiefgarage auf knapp anderthalb Jahre geplant ist, würden dem Filmorchester langfristig rund 60 Prozent ihrer Einnahmen durch Musikeinspielungen für Filmproduktionen fehlen. Beyer hatte deshalb angekündigt, keine Aufträge mehr annehmen zu können und den 66 Musikern im Winter kündigen zu müssen.

Neben der finanziellen Unterstützung sollen mit dem Investor des Bauprojekts auch Bauarbeiten und Produktionszeiten im Studio des Filmorchesters abgestimmt werden, so ein Sprecher des Kulturministeriums. Über den Ausgleich etwaiger Einnahmeverluste solle dagegen erst zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen werden.

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg entstand 1993 aus dem Zusammenschluss des DEFA-Sinfonieorchesters mit dem Radio Berlin Tanzorchester. Seit 2007 ist das von Beginn an von Klaus-Dieter Beyer geleitete Orchester auf dem historischen Filmgelände des Studios Babelsberg ansässig. Gespielt werden sinfonische Konzerte, Opernprojekte und Crossover-Programme, mit denen im Bereich Film und Fernsehen bereits über 220 Produktionen vertont wurden. Dirigent ist seit 1999 Scott Lawton.

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